26.03.2020 10:35

Seelsorgeverband Bazenheid-Gähwil-Kirchberg

Bis vor 9 Jahren war ich Kirchenpräsidentin in Gähwil und musste das Amt wegen Wohnortswechsel (leider und aus familiären Gründen) nach 12 Jahren abgeben. In dieser Zeit habe ich immer bestens mit dem Kirchenverwaltungsrat Kirchberg, damals unter der Leitung von Walter Keller, zusammenarbeiten können und die Zusammenarbeit mit dem Bistum war durchwegs positiv geprägt. Auch mit Bazenheid unter dem noch amtierenden Kirchenpräsidenten Josef Koch hatten wir kaum Meinungsverschiedenheiten. Was ich in letzter Zeit über die Querelen im Seelsorgeverband gelesen habe, stimmt mich nachdenklich. Wie konnte es so weit kommen? Weshalb fanden die beteiligten Personen keinen Weg mehr zueinander? Der Kirchenpräsident von Gähwil, Hans Egli, winkte nur ab, als ich ihn im Dezember persönlich darauf ansprach. Verständlich, es gibt ja eine Schweigepflicht auch in den kirchlichen Behörden. Ich wünschte mir einfach, dass alle Beteiligten die christlichen Werte (Liebe, Respekt, Toleranz) in den Mittelpunkt stellen würden und über persönliche Empfindlichkeiten hinwegsehen könnten. Wie sollen Gläubige mit Freude in Gemeinschaften mitmachen, in denen Misstrauen und Groll vorherrschen? Ich hoffe, mit einem neuen Seelsorgeteam gelingt es, das einstige gute Klima im Seelsorgeverband wiederherzustellen.

Berti Ebneter-Hälg, Bronschhofen