An der Generalversammlung hat der Gewerbeverein Massnahmen für ein stärkeres regionales Gewerbe ergriffen.
1/1 An der Generalversammlung hat der Gewerbeverein Massnahmen für ein stärkeres regionales Gewerbe ergriffen.
09.03.2020 08:50

Licht am Gewerbehimmel: Hilfe aus den eigenen Reihen

Der Einkaufstourismus bleibt ein Problem. Der Verein Münchwiler Firmen hat darum eine wichtige Entscheidung getroffen: Der «Chlausmarkt» wird ab jetzt im November stattfinden. Doch Präsident Jürg Hüni macht auch auf eine andere Notlage aufmerksam, mit der Firmen konfrontiert sind.

Münchwilen Der Wunsch sei sowohl aus der Bevölkerung als auch seitens des Gewerbes gekommen. Jetzt wurde an der Generalversammlung des Vereins Münchwiler Firmen (VMF) beschlossen, dass der jährliche «Chlausmarkt» nicht wie bis anhin am ersten Dezemberwochenende, sondern bereits Ende November stattfinden wird. «Die Gewerbebetriebe und Bauernfrauen haben am 6. Dezember kaum noch Kränze und Gestecke verkauft», erklärt Jürg Hüni, Präsident des Gewerbevereins. Der erste Advent ist vorbei, die Leute haben sich bereits einen Adventskranz besorgt. Die Folgen: Immer weniger Standbetreiber stellten aus. «Der Markt heisst neu Weihnachts- und Adventsmarkt», sagt Hüni. Neben der Gewerbeausstellung, die alle fünf Jahre stattfindet, und dem Tag der offenen Türen ist dies eine weiter Massnahme, um die Bevölkerung weg vom Online-Handel zurück ins Dorf zu holen. Die Massnahmen wirken. «Die Auftragsbücher der Unternehmen in der Region sind voll», sagt Hüni. Einzig der Preisdruck mache zu schaffen. Eine viel grössere Herausforderung sei das Finden von Lernenden und Fachkräften. «Aktuell sind Informatik und KV-Berufe beliebt. Mit den geburtenstarken Jahrgängen wird dies hoffentlich besser», so der Präsident und Firmeninhaber. Denn auch in handwerklichen Berufen brauche es anständige Leute, die nach getaner Arbeit beim Kunden ein «Schüfeli und Bäseli» in die Hand nehmen und den Arbeitsplatz sauber verlassen.

Jana Cucchia