11.03.2020 16:21

Gewaltentrennung – nicht in Wil

Es scheint, dass sich der Stadtrat in Wil gerne die Gesetze selber gibt. Auch dann, wenn das Parlament zuständig wäre. Ohne gesetzliche Grundlage werden Gebühren für die Sport- und Schulplätze verlangt. So «erwirtschaftete» die Stadt Wil Gebühren in den letzten drei Jahren von über 1,45 Millionen Franken. Zudem müssen jetzt auch noch die Einwohnenden von Wil die Gerichtskosten, welcher der Stadtrat ohne Not verursachte berappen. Er glaubte der ersten Instanz nicht und zog das Urteil weiter – ohne Erfolg. Sebastian Koller, welcher gegen die Stadt klagte, erwartet von der Stadt eine Entschuldigung. Diese wäre wohl angebracht. Zumal erst kürzliche der Mediensprecher der Stadt zum Bundesgerichtsurteil «Leinenzwang» sich am TV despektierlich über Koller äusserte. Die Stadt sei erleichtert über den Entscheid, nun könne sie sich endlich wieder den wichtigen Dingen zuwenden. Wenn der Stadtrat weiterhin so eigenmächtig und unbedarft handelt, wird er vermutlich auch weiterhin mit Koller rechnen müssen. Gut gibt es Bürger, welche das Recht kennen und sich dafür einsetzen – auch zu Gunsten der Steuerzahlenden und deren Tiere. Und das ganz ohne Steuergelder.

Evelyne Engeler Mohn, Wil