Schulhausbemalung Hofacker Schwarzenbach. das
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12.03.2020 06:55

Ein Schulhaus wird zum «lost place»

Überall wachsen Schlingpflanzen die Wände hoch. Drei Wochen noch, dann ist das Schulhaus Hofacker ganz bedeckt. Zumindest mit Farbe. Denn um sich von ihrem zum Abriss bestimmten Schulhaus zu verabschieden, dürfen es die Schüler im März bemalen.

Schwarzenbach Mitten im Flur des Schulhauses Hofacker in Schwarzenbach steht ein riesiger Baum, der sich bis zur Decke wölbt. Eine Schlingpflanze schlängelt sich über ihm die Treppe hoch an einem riesigen Spinnennetz vorbei. «So würde unser Schulhaus in 100 Jahren aus Sicht unserer Schüler aussehen», sagt Schulleiter Ivo Kamm, der auf der Treppe steht und die Kunstwerke bewundert. Den ganzen März über sind 220 Primar- und Kindergartenschüler daran, die Gänge und Räume der Schule in einen «Lost Place», einen «vergessenen Ort», zu verwandeln, den sich die Natur zurückerobert hat. «Wir wollen uns so würdig von unserem Schulhaus verabschieden», sagt Kamm. Gewissen Schülern falle es schon schwer, dass ihre Kunstwerke in rund einem halben Jahr wieder zerstört würden. Dann wird das Schulhaus Hofacker abgerissen, an seiner Stelle entsteht ein Spielplatz und die Schüler ziehen in den Neubau um. Trotz Wehmut wolle man den Schülern zeigen, «dass alles vergänglich ist und nicht das Ergebnis im Zentrum steht, sondern der Prozess dorthin». Am Mittwoch können auch Eltern und Grosseltern mitmalen. «So wollen wir die Schule, die oft als geschlossenes System wahrgenommen wird und den Steuerzahler am meisten kostet, für alle öffnen», sagt Kamm. Am 1. Mai endet das Projekt mit einer grossen Vernissage.

Darina Schweizer