Linus und Simon Thalmann vor dem Toggenburgerhof. das
1/1 Linus und Simon Thalmann vor dem Toggenburgerhof. das
02.03.2020 06:55

Der «Zauber» in Bazenheid ist noch nicht verflogen

Eigentlich war der Bazenheider «Winterzauber» als einmaliger Anlass geplant. Nun soll er jedoch bereits Ende 2020 wieder stattfinden. Linus und Simon Thalmann vom Toggenburgerhof verraten, wie es dazu kam und was sich ändern wird.

Linus und Simon Thalmann, wie schnell war klar, dass der «Winterzauber» nochmals stattfinden kann?

Linus Thalmann: Das stand länger nicht fest. Der 12er-Club hatte den «Winterzauber» ja ursprünglich als einmaligen Event geplant. Da der Anlass jedoch extrem geschätzt wurde und der Bedarf in der Eventgastronomie da ist, haben wir uns entschieden, weiterzumachen.

Können Sie diesen Aufwand als Toggenburgerhof alleine stemmen?

Linus Thalmann: Das wird sich zeigen (lacht). Nein, Spass beiseite, wir organisieren ja auch Silvester- und Osterparties und wissen, wie das geht. Und für die Gastronomie waren wir ja bereits jetzt schon alleine zuständig.

Inwiefern profitiert der Toggenburgerhof von diesem Anlass?

Linus Thalmann: Natürlich ist der «Winterzauber» auch Werbung für unseren Betrieb. Wir erhalten viel positives Echo von unseren Gästen. Am «Winterzauber» werden die Leute animiert, wieder einmal bei uns essen zu kommen.

Sind solche Eventanlässe notwendig, um als Gastronomiebetrieb heutzutage zu überleben?

Linus Thalmann: Nein, auf keinen Fall. Auch die traditionelle Gastronomie hat nach wie vor ihre Daseinsberechtigung. Die Eventgastronomie ist lediglich eine andere «Schiene», die man fahren kann. Sie zieht ein neues Zielpublikum an.

Welches genau?

Simon Thalmann: Die Eventgastronomie spricht Leute an, die nicht nur des Essens wegen ausgehen, sondern ein Erlebnis erwarten. Am Beispiel «Winterzauber» erklärt, trinkt man vielleicht zuerst einen Glühwein, geht dann Eisstock schiessen, danach etwas essen und zum Schluss noch an die Bar.

Ist dieses Zielpublikum eher jung?

Simon Thalmann: Nein, das kann man nicht sagen. Das Traditionelle, Urchige spricht eigentlich so gut wie alle Altersgruppen an.

Was wird sich am Programm des «Winterzaubers» ändern?

Simon Thalmann: Das Grundgerüst von Chalet und Eisfeld wird sicher beibehalten. Auch das Eisfeld wird wieder gratis sein. Musikalisch wird es bestimmt sehr vielfältig. Im Unterschied zum letzten Jahr werden wir die Vereine nicht aktiv angehen, sondern möchten, dass sie mit Ideen auf uns zu kommen. Mehr können wir noch nicht verraten, da wir uns noch in den Abklärungen befinden.

Wann steht das konkrete Programm fest?

Linus Thalmann: Schätzungsweise im April. Bis dahin wollen wir auch unsere Partner und Sponsoren gefunden haben, nach denen wir noch suchen. Nur durch die Gastronomie und das Schlittschuhvermieten können wir uns nicht finanzieren.

Wird der Name beibehalten?

Simon Thalmann: Ja. Zuerst wollten wir ihn anpassen, doch von den Leuten haben wir gehört, dass alle nur vom «Winterzauber» sprechen. Auch als wir alternative Namen vorschlugen, gewann immer der Name «Winterzauber».

Wird der «Winterzauber» dieses Jahr verlängert?

Linus Thalmann: Ja, statt 45 Tage soll er neu 65 Tage dauern, genau gesagt vom 19. November 2020 bis zum 24. Januar 2021. Das Bewilligungsverfahren läuft zurzeit noch.

Was ist der Grund für die Verlängerung?

Linus Thalmann: Wir sind überzeugt, dass die Nachfrage auch im Januar noch da ist. Deshalb wollen wir den Anlass bis kurz vor Fasnachts- und Schulferienbeginn durchführen.

Soll der «Winterzauber» auch in den Folgejahren wieder stattfinden?

Linus Thalmann: Ja, wir haben auf drei Jahre hinaus geplant.

Der fehlende Schnee hat keinen negativen Einfluss auf den Event?

Simon Thalmann: Nein, überhaupt nicht. Der «Zauber» des «Winterzaubers» ist es ja, dass man sich in einer eigenen Welt befindet. Da sieht man die grünen Wiesen ringsherum gar nicht mehr.

Darina Schweizer