Mosnang soll sich innerlich verdichten - Philipp Schneider vom Restaurant Krone plant jedoch einen grossen Anbau. das
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Mosnang soll sich innerlich verdichten - Philipp Schneider vom Restaurant Krone plant jedoch einen grossen Anbau. das
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Mosnang soll sich innerlich verdichten - Philipp Schneider vom Restaurant Krone plant jedoch einen grossen Anbau. das
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30.01.2020 06:55

Der inneren Verdichtung zum Trotz: Die Krone wird doppelt so gross

Die Krone Mosnang baut um – sie wird doppelt so gross wie bisher. In den nächsten Wochen wird Geschäftsführer Philipp Schneider das Baugesuch einreichen. Dies, obwohl die innere Verdichtung und das Beizensterben auch in Mosnang vermehrt zum Thema werden.

Mosnang «Bei uns ist die Welt noch in Ordnung», sagt Philipp Schneider und lächelt zufrieden. Der Geschäftsführer der Krone Mosnang steht vor seinem Wirtshaus, blinzelt in die Sonne und schaut über die Hausdächer. Alles in Ordnung? Darf man das überhaupt noch laut aussprechen als Wirt? «Ja», so Schneider, der Vizepräsident des Mosnanger Gewerbevereins ist. «Mosnang ist in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Gemeinden vom Beizensterben mehrheitlich verschont geblieben.» Zwar habe der Bären schliessen müssen, doch nebst der Krone hielten sich Restaurants wie der Hirschen noch immer gut, auch in den Mosnanger Weilern. «Uns geht es nicht schlecht. Das liegt sicher am guten Dorfzusammenhalt und dem engen Kontakt mit den Vereinen.» Für den Erfolg tue man aber auch viel, betont Schneider. So wurde in der Krone vor kurzem auf die Sieben-Tage-Woche umgestellt. Und bereits steht die nächste Änderung an: Das Restaurant soll doppelt so gross werden wie bisher.

Glück hat, wer genug Land besitzt

Die Zeiten sind vorbei, in der man in der Krone bei grossem Gästeansturm noch von der Gaststube in den Saal ausweichen konnte. Gerade dann, wenn der Saal von Gesellschaften besetzt ist, kommt es zur Platzknappheit. Deshalb hat man sich im Familienbetrieb entschlossen, einen neuen Saal anzubauen. Er soll ungefähr nochmals so gross werden wie der bisherige Betrieb und Platz für bis zu 200 Gäste bieten. Doch wohin damit? Schneider zeigt auf den Tennisplatz unterhalb der Krone. «Wir hatten einen 30-jährigen Vertrag mit dem Tennisclub Mosnang. Als dieser abgelaufen ist, überliessen wir ihm den Boden so lange, bis wir einen Umbau planten.» Nun ist es so weit. In den nächsten Wochen wird das Baugesuch für den Kronensaal eingereicht. Ob der Tennisclub beim Fussballplatz der Oberstufe einen neuen Platz bauen kann, wird laut Präsident Ruben Schuler aktuell noch vom Kanton geprüft. «Wir sind verhalten optimistisch, dass es klappt», so Schuler. Für Schneider ist es ein Glücksfall, dass durch die genügend grosse Parzelle der Krone für den Umbau kein Land eingezont werden muss. Andere haben es da schwerer.

1,1 Hektaren müssen weichen

«Von einigen Betrieben weiss ich, dass sie Land für eine Erweiterung einzonen müssten. Doch das ist in Mosnang zurzeit schwierig», sagt Schneider. Der Grund: Das Dorf muss sich innerlich verdichten und sein Siedlungsgebiet um 1,1 Hektaren reduzieren. Darüber wurde Ende 2019 an einer Infoveranstaltung informiert. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, was mit der Filtex-Wiese passieren soll. Soll sie – der Verdichtung zuliebe – überbaut werden? Solche Fragen zur Dorfentwicklung stellt man sich in Mosnang zurzeit oft. Das macht es den betroffenen Betrieben nicht leicht. Die Krone hingegen befindet sich in einer «Luxussituation». Deshalb nur für sich zu schauen kommt für Schneider aber nicht infrage. «Wir haben mit unserem Umbau wesentlich grössere Erfolgschancen, wenn die gesamte Gemeinde weiterhin gesund bleibt und Erfolg hat.» Es sei wichtig, dass alle Betriebe am gleichen Strang ziehen. «So ist eine innere Verdichtung möglich. Und so bleibt bei uns die Welt auch weiterhin in Ordnung.»

Darina Schweizer