Gestern eröffnete die Bühler Group offiziell ihren Cubic Innovationscampus mit acht Applikationszentren.
1/1 Gestern eröffnete die Bühler Group offiziell ihren Cubic Innovationscampus mit acht Applikationszentren.
05.03.2020 06:55

Bühler hat Corona fast überstanden

Als international tätiges Unternehmenmit Tausenden chinesischerMitarbeiter war die Bühler AG aus Uzwil besonders stark von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Doch es geht aufwärts. Laut den Mediensprechern Burkhard Böndel und Markus Reber wird wieder gereist und produziert.

Uzwil In der Bühler AG in Uzwil herrscht zurzeit ein Ausnahmezustand. Gäste müssen am Empfang einen Fragebogen zum Thema Coronavirus ausfüllen. «In Ausnahmefällen kann es sein, dass gewisse Besucher das Gelände nicht betreten können. Dann bieten wir ihnen Alternativen an», so Mediensprecher Burkhard Böndel. Sowohl Besucher als auch Mitarbeitende werden auf die bei Bühler geltenden Hygienemassnahmen sowie den Verhaltenskodex – beispielsweise auf den Verzicht von Händeschütteln – aufmerksam gemacht. Es gibt überall Stationen zum Desinfizieren der Hände, ausserdem werden oft genutzte Oberflächen wie zum Beispiel Türklinken in kurzen Abständen desinfiziert. Auch mit den 3000 Bühler-Mitarbeitern in China wird anders als gewöhnlich kommuniziert.

So kommuniziert und reist Bühler

Zurzeit kommen verstärkt Skype und Videokonferenzen zum Einsatz. Wenn möglich, hält Bühler Meetings virtuell ab oder verschiebt sie. Ein genereller Reisestopp existiert laut Mediensprecher Markus Reber nicht. Die Kunden seien darauf angewiesen, ihre globalen Produktionen aufrechtzuerhalten. Gereist werde aber nur, wenn es vertretbar sei und Sinn mache. Dabei hält sich Bühler an die lokalen behördlichen Anweisungen. Bei privaten Reisen werden Mitarbeiter auf Schutzmassnahmen aufmerksam gemacht. Bei geplanten privaten Reisen in Gebiete mit erhöhtem Risiko sprechen sich Mitarbeitende vor Reiseantritt mit ihren Vorgesetzten und der Task Force zum Coronavirus ab, um zu entscheiden, ob die Reise abgesagt oder verschoben werden sollte.

So sieht die Situation in China aus

Während sich in Europa das Coronavirus weiter ausbreitet, seit gestern gibt es auch den ersten Fall in St.Gallen, sehe man bei Bühler in China einen langsamen Prozess hin zur Normalisierung, so Böndel. «Wir haben die Gesundheit unserer Mitarbeitenden durch Hygienevorkehrungen, Schutzmasken, Desinfektionseinrichtungen und Fiebermessungen sichergestellt. In China gelten vorbildliche Vorschriften, die unser Team bestmöglich umsetzt.» Es sei beeindruckend, wie zielorientiert und solidarisch in China mit dem Thema umgegangen werde. Auch in der Produktion geht es wieder aufwärts. «Alle unsere Standorte, die geschlossen waren, sind wieder produktiv. Allerdings ist die Zulieferkette noch nicht vollständig gesichert. Setzt sich die Entwicklung so fort, gehen wir davon aus, dass wir die Auswirkungen trotz Verzögerungen beherrschen und diese über die nächsten Monate wieder aufholen können», so Böndel.

Darina Schweizer